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Klosterkultur und Megatrends

Zum zweiten „Treffen der Klosternetzwerke im deutschsprachigen Raum“ lud der Verein KLOSTERLAND vom 25. bis 26. Oktober in das Mitgliedskloster Michaelstein in Blankenburg ein.
Etwa 20 Akteure und Akteurinnen der Klosterkultur aus Museen, Universitäten und weiteren Institutionen ließen sich auf das Experiment ein, in Workshops dem Zusammenhang von „Megatrends und Klosterkultur“ auf die Spur zu kommen.
In der historischen Wärmestube des Klosters ging es um die Frage, wie die großen langfristigen Trends der Gesellschaft wie Individualisierung, Wissenskultur oder Ökologie auf dem Hintergrund der klösterlichen Tradition betrachtet werden können, aber auch, welche Anfragen sie an die Klöster selbst stellen.
 
Zur Einführung hielt Martin Erdmann ein Impulsreferat, auf dessen Grundlage anschließend in einzelnen Workshops das Thema ausgeleuchtet wurde. Lara Buschmann moderierte und sorgte für den roten Faden. Die Ergebnisse waren durchaus praxistauglich und insbesondere für die Teilnehmer, die in ehemaligen Klöstern wie Michaelstein vor musealen Aufgaben stehen, sehr inspirierend. So war die Resonanz am Ende des Treffens einhellig positiv.
 
Der Vorsitzende von KLOSTERLAND, Stefan Beier, konstatierte, dass das Ziel erreicht worden sei, neue Perspektiven ihres Themas anhand eines ungewöhnlichen Dialogs zwischen klösterlicher und weltlicher Sichtweise kennenzulernen. Zudem hätten die Teilnehmer untereinander vertrauensvolle Gespräche führen und neue Kontakte knüpfen können. Der Hausherr, Museumsleiter Simon Sosnitza, freute sich sichtlich, Gastgeber dieses Netzwerktreffens sein und allen Beteiligten seine faszinierende Klosteranlage präsentieren zu können.
 
Im kommenden Jahr wird KLOSTERLAND die begonnene Reihe dieser Treffen an einem anderen Ort weiterführen.

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Kloster Stift zum Heiligengrabe ist neues Mitglied im KLOSTERLAND e.V.

Seit Ende September 2019 ist das Kloster Stift zum Heiligengrabe neues Mitglied im KLOSTERLAND e.V.

Das Zisterzienserinnenkloster Heiligengrabe wurde laut Gründungslegende 1287 von Markgraf Otto V. den Langen gegründet, der damit seinen Einfluß in der Prignitz stärken wollte. Es "ist die einzige fast vollständig erhaltene und seit seiner Gründung durchgängig genutzte Klosteranlage in Brandenburg. Das Kloster Stift zum Heiligengrabe wurde 1998 als Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung eingestuft." (Quelle: www.klosterstift-heiligengrabe.de/aktuelles, zul.: 15.10.19).

Heute besteht dort unter Leitung einer Äbtissin ein evangelischer Konvent. In Heiligengrabe, etwa eine Autostunde nordwestlich von Berlin gelegen, kann Kunst, Kultur und Natur individuell oder in Gruppen anhand von Seminaren und Kursen erfahren werden. Es gibt Möglichkeiten zur Einkehr oder zum Wohnen auf Zeit, zur Erholung im Stiftswald oder zur Vertiefung der Bibelkenntnisse uvm.

Nähere Informationen finden Sie hier: klosterstift-heiligengrabe.de.

Wir begrüßen das Kloster Stift zum Heiligengrabe sehr herzlich im KLOSTERLAND und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

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Einweihung Klostergarten in Zehdenick

Am Montag, 12. August 2019, ist im Kloster Zehdenick ein kleiner Schau- und Lehrgarten eingeweiht worden. Damit verfügt nun auch das Kloster Zehdenick über einen Kräutergarten, der vom mittelalterlichen Wissen über die Wirkungen der Kräuterpflanzen erzählt. Thematisch in sechs Hochbeeten sortiert, werden die Kräuterpflanzen mit ihren deutschen und lateinischen Namen vorgestellt und es wird ihre Verwendung erläutert. Frau Stiftsamtfrau Gabriele Pielke begrüßte die Gäste zur Einweihung und betonte in Ihrer Ansprache vor allem die Einladung an die Schulen der Umgebung, den Garten des Klosters als Lehrgarten zu nutzen. Grußworte zur Eröffnung sprachen der Superintendent des Kirchenkreises Oberes Havelland, Uwe Simon, und der Bürgermeister der Stadt Zehdenick, Bert Kronenberg.

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Der Garten des Buches wurde feierlich eröffnet

Am 26. Juni 2019 wurde im Kloster Lindow der interreligiöse „Garten des Buches“ feierlich eröffnet. Die Schirmherrin des Projektes, Brandenburgs Kulturministerin Martine Münch, lobte das Projekt als wichtigen Baustein der Verständigung zwischen den Religionen. Der Verein KLOSTERLAND war als ideeller Unterstützer an der erfolgreichen Umsetzung der Idee eines solchen Gartens beteiligt.

Der Garten ist als ein großes Labyrinth angelegt. 70 verschiedene Pflanzenarten wurden in Flach- und Hochbeeten gepflanzt. Sie alle werden in Bibel, Talmud und Koran erwähnt. Auf Erläuterungstafeln an den Pflanzen werden diese Bezüge zu den heiligen Schriften erläutert und durch Zitate aus den Schriften belegt. Der Garten ist ab sofort auf dem Klostergelände in Lindow zu besichtigen.

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