Produkte

Die Aspekte des klösterlichen Lebens auf die die Klostergäste stoßen – sei es der geregelte Tagesablauf, das gemeinschaftliche Zusammenleben, die Hingabe an Gott, das Wirtschaften in Küche und Garten oder das kreative und handwerkliche Schaffen in den Werkstätten – stehen mal ganz nah an ihrem eigenen Lebensstil, mal werden sie zum nachahmenswerten Beispiel und mal bilden sie den vollkommenen Kontrast zum eigenen Leben. Und faszinieren vielleicht gerade darum.
Aus der Entfernung betrachtet bilden diese Aspekte gemeinsam die romantisierte und gleichzeitig faszinierende Vorstellung eines „Klosters“. Einzeln betrachtet und diskutiert gewinnen die Aspekte jedoch auch Relevanz für das Leben fernab der Klostermauern.

Projekt "Klosterkultur im Designkontext"

So auch für die Studierenden der HAWK Hildesheim im Rahmen des Projektseminars „Klosterkultur im Designkontext“. Sie wagten den Blick aus der Ferne, tasteten sich vorsichtig voran und nahmen unter die Lupe um anschließend einen neuen, erfahreneren Blick zu riskieren und mit diesem eigenen Blick etwas Neues zu schaffen, zu ergänzen, zu interpretieren, zu erklären oder zu modernisieren.

Den Anstoß für dieses Projekt gab ein kleines Büchlein. Die Broschüre aus dem Jahr 2012 hatte den Titel „Klosterschätze für Morgen“ und zeigte die Arbeiten Studierender der HAWK, die sich in zwei niedersächsischen Klöstern die Frage gestellt hatten, ob man immer alles neu erfinden muss oder Altbewährtes vielleicht neu entdeckt und gestaltet werden kann? Die Produktdesigner hatten erstaunliches vollbracht. Das Büchlein machte die Runde durch die Hände der Vereinsmitglieder und Kollegen. So legte ich es auch Martin Erdmann, Produkt- und Sortimentsentwickler des Segments „Gutes aus Klöstern“ beim Warenhändler Manufactum vor, mit dem ich bereits im Gespräch bezüglich einer gemeinsamen Produktentwicklung für KLOSTERLAND war. Noch am selben Tisch beschlossen wir, die Projektleiterin Prof. Barbara Kotte, Dozentin für Advertising Design an der HAWK, für ein gemeinsames Projekt anzufragen. Kurze Zeit später saßen wir mit ihr und Prof. Dr. Sabine Foraita, Professorin für Designwissenschaft und -theorie, ebenfalls an der Fakultät Gestaltung, zusammen und fragten uns, was bietet Klosterkultur im Designkontext? Was sieht der fremde Blick, was entdecken Herz und Auge des Gestalters?

Publikation zum Projekt

Der Band "In Klausur inspiriert. Von der Erfahrung zum Produkt" dokumentiert die Ergebnisse des Projektseminars. Weitere Informationen finden Sie hier.

Stimmen zum Projekt

Martin Erdmann hat die Studierenden nach ihren mehrtägigen Aufenthalten im Kloster interviewt und mit ihnen über ihre Erfahrungen gesprochen. Das Interview wurde am 27.10.15 auf radio horeb gesendet.

Wir haben die Sendung aufgezeichnet. Hören Sie selbst!