TOURISTISCHES ANGEBOT

Hotel auf dem Klosterberg

Die Stadt Cedynia (Zehden) liegt inmitten des Zehdener Landschaftsparks1, in malerischer Lage der abwechslungsreichen Moränenlandschaft, die zum Wandern, Radfahren und Naturbeobachtungen einlädt. Der Landschaftspark grenzt direkt an den Deutsch-polnischen Europa Nationalpark Unteres Odertal2. Hier können Besucher die Natur an beiden Seiten der Oder entlang der Flussaue genießen und verschiedene touristische Angebote, wie thematische Führungen oder Besichtigung der Wildtiergehege in Anspruch nehmen. Beide Parks sind vor allem zur Vogelbeobachtung empfehlenswert.

Die Ruinen des Zisterzienserinnenklosters in der exponierten Lage auf dem Klosterberg über der Altstadt von Cedynia wurden 1997 restauriert und als Hotel und Restaurant ausgebaut. Die Anlage verbindet moderne Ausstattung und Besucherservice mit der historischen Tradition des Ortes. Im Restaurant wird altpolnische Küche serviert. Außerdem finden in den Räumlichkeiten klassische Konzerte und Veranstaltungen, wie Hochzeiten und Kongresse statt.

Das ehemalige Kloster liegt am polnischen Abschnitt des Europäischen Zisterzienserweges3, einer internationalen Wanderroute die im Rahmen der Europäischen Kulturstraßen ausgeschildert wurde und Orte mit (ehemaligen) ZisterzienserInnenklöstern verbindet.

Weinkeller und alte Kriege

Die am Fuß des Klosterbergs gelegene Stadt hat einige interessante Sehenswürdigkeiten wie die Pfarrkirche St. Marien oder die alten Weinkeller aus dem Ende des 18. Jahrhunderts zu bieten. Einen schönen Blick über Stadt und Umgebung hat man von dem 14m hohen Aussichtsturm aus dem Jahr 1895. Er wurde als Denkmal für die deutschen Kriege des 19. Jahrhunderts errichtet und später selbst in kriegerische Auseinandersetzungen einbezogen. 1945 diente der Turm der Roten Armee als Beobachtungsposten und nachdem die Gebiete an Polen gefallen waren, übernahm er bis 1956 dieselbe Aufgabe für die polnischen Grenztruppen. Heute kann man den Turm besteigen und den Ausblick genießen.

Gut dafür geeignet ist auch Góra Czcibora, der Czcibor-Berg, 4km westlich von Cedynia, von dessen Höhe sich ein atemberaubendes Oder-Panorama eröffnet. Der Hügel ist zudem eng mit der polnischen Nachkriegsgeschichte verbunden, denn er wurde 1972 zum Gedenkort für die Schlacht bei Zehden von 972 erhoben und ist heute ein Zeichen für den Missbrauch von geschichtlichen Ereignissen durch den polnischen sozialistischen Staat. Ein Grenzgefecht zwischen dem polnischen Fürsten Mieszko I. und dem Lausitzer Grafen Hodo I., dessen genaue Verortung noch immer nicht letztendlich geklärt ist, wurde zu einer national bedeutsamen Schlacht stilisiert, die die Zugehörigkeit der pommerschen Gebiete zu Polen seit dem hohen Mittelalter beweisen sollte.

Vom Fuße des Hügels, wo sich ein Mosaik mit der Darstellung der Schlacht und Informationstafeln befinden, führen steinerne Treppen zum Adler-Denkmal und dem Aussichtspunkt. Für Besucher, die sich für historische Reenactments begeistern, werden die Ereignisse von 972 jeden Sommer neu inszeniert.

Quellen und Legende (bitte klicken)
1 Cedyński Park Krajobrazowy
2 Międzynarodowy Park Dolina Dolnej Odry
3 Szlak Cysterski
  • MIGDALSKI Paweł: Znaczenie i lokalizacja bitwy pod Cidini w świetle historiografii. In: PISKORSKI, Jan M. (Hrsg.): Civitas Schinesghe. Mieszko I i początki państwa polskiego. Poznań/Gniezno 2004, S. 159–169.
  • PISKORSKI, Jan M: Pomorze plemienne. Poznań/Szczecin 2002.
  • RYSS, Robert: Czy bitwa pod Cedynią była pod Cedynią? In: Gazeta Chojeńska, 32–33/07.08.2007. Veröffentlicht unter: www.transodra-online.net/pl/node/682.
  • www.cedynia.pl
  • www.klasztorcedynia.pl
  • www.szlakcysterski.org
  • www.nationalpark-unteres-odertal.de

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