Zisterzienserinnenkloster Zehden (Cedynia)

Geschichte

Die Gründung des Klosters fällt zwischen 1250 und 1278, als Stifter gelten die Askanier. 1295 erfolgte die Anerkennung der Zisterzienserinnengemeinschaft durch Papst Bonifaz VIII. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1555 aufgehoben und bis 1822 als Wirtschaftsgut betrieben. Gleichzeitig existierte auf dem Gelände bis 1611 ein Damenstift und seit 1641 ein kurfürstliches Jagdschloss. Im 19. Jh. dienten die Bauten als Königlicher Posthof. Bis Ende 1945 bewohnt, brannten die Bauten am Ende des Krieges ab. Von 1997 bis 2005 wurde der Bereich des Westflügels mit dem barocken Aufbau restauriert und als ein Hotel ausgebaut.

Klosteranlage

Archäologische Ausgrabungen zeigen, dass der Baukomplex aus einer Kirche sowie dem Ost- und dem Westflügel der Klausur bestand. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde der Ostflügel 1637 zerstört. Den Westflügel baute man 1641 zu einem Jagdschloss um. Die Klosterkirche diente noch einige Jahre als kurfürstliche Schlosskirche, bis sie zusammen mit anderen Domänebauten 1699 einem Großbrand zum Opfer fiel. Die wiederaufgebaute Gutsanlage blieb bis zu den Zerstörungen während des Zweiten Weltkrieges unverändert.

Lage und Umgebung

Cedynia ist die westlichste Stadt Polens. Sie liegt 3 km vom Ostufer der Oder entfernt im Zehdener Landschaftspark, nahe des Landschaftsparks Unteres Odertal.

Highlights

Das Kloster Zehden liegt an der „Europäischen Route der Zisterzienser-Abteien und -Stätten“. In den restaurierten Gemäuern des Klosters befindet sich heute ein Hotel-Restaurant, in dem man die besondere Atmosphäre auch über Nacht genießen  kann. Die am Fuße des Klosterbergs liegende Stadt wartet mit der sehenswerten Pfarrkirche St. Marien und mehreren historischen Weinkellern auf. Vom Czcibor-Berg, 4 km westlich der Stadt, eröffnet sich ein beeindruckendes Oder-Panorama.