Das Zisterzienserinnenkloster Rühn

Geschichte

Ausgestattet mit reichem Grundbesitz entstand das Zisterzienserinnenkloster Rühn 1232 als eines der ersten Frauenklöster in Mecklenburg. Als Versorgungsanstalt unverheirateter oder verwitweter Adelsfrauen blieb das nachmalig evangelische Kloster auch nach der Reformation bestehen. Nach seiner Auflösung 1756 dienten die Gebäude als Verwaltungssitz, Wohngebäude, Hotel-Pension, Erholungsheim und Jugendwerkhof. Seit 2005 setzt sich der Klosterverein Rühn e.V. für die Instandsetzung der Klostergebäude und die kulturelle und wirtschaftliche Wiederbelebung des Klosters ein.

Klosteranlage

Mit 60 m Länge eine der imposantesten Klosteranlagen Mecklenburg-Vorpommerns bildet das ehemalige Frauenkloster Rühn mit seinen Gebäuden und der Kirche eine dreiflügelige Anlage. Die backsteingotische Saalkirche wurde zwischen 1250 und 1270 errichtet. Der hölzerne Glockenturm sowie Kanzel und Altaraufsatz stammen aus nachreformatorischer Zeit. Der um 1260 errichtete Ostflügel beherbergte in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens alle notwendigen Räumlichkeiten der Nonnenklausur. Ursprünglich schloss ein vom Südflügel zur Kirche führender Kreuzgang die Klausur nach Westen ab. Die Wirtschaftsgebäude lagen außerhalb.

Lage und Umgebung

Gewässer prägen die Landschaft der zwischen der Warnow und dem Rühner See gelegenen Gemeinde Rühn und laden zu Bootstouren, zum Wasserwandern, Angeln und Baden ein. Radtouren führen entlang der Milchstraße „Bützower Land", durch das Naturschutzgebiet „Hohe Burg und schwarzer See" oder zu den „Steintanz Boitin“ genannten Großsteingräbern bei Bützow.

Highlights

Im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Rühn finden neben Gottesdiensten, Jubiläen, Klosterfesten (Apfel- und Lichterfest) und Konzerten jedes Jahr ein mittelalterlicher Kloster- und ein Adventsmarkt statt. Führungen durch das Kloster bieten Einblicke in die 775jährige Geschichte der alten Gewölbe, in denen nachts der ruhelose Geist der „Weißen Nonne“ umherstreifen soll.

Kommentare