Ausflugstipps rund um Prenzlau

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Prenzlau und Umgebung

Das Dominikanerkloster ist ein Ort der Geschichte, der Kultur, der Bildung und der Begegnung. Erhalten sind heute noch die dreischiffige Backsteinhallenkirche, die Klausur und ein Wirtschaftsgebäude. Der Komplex beherbergt das über 110 Jahre alte Kulturhistorische Museum, das Historische Stadtarchiv, die Stadtbibliothek, Galerien und das Veranstaltungszentrum „Kulturarche“. Die vollständig renovierte gotische Klosteranlage gehört zu den sehenswertesten Beispielen der norddeutschen Backsteingotik.

Ein Tag in Prenzlau

Das ehemalige Dominikanerkloster ist Leuchtturm und Zentrum des kulturellen Lebens in Prenzlau. Das Kulturgeschichtliche Museum wartet mit wechselnden Ausstellungen sowie einer Dauerausstellung zur Kulturgeschichte der Stadt und Region auf. Einen wesentlichen Schwerpunkt bilden mittelalterliche Objekte aus dem Zisterzienserinnenkloster Marienwerder bei Seehausen, die auf besondere Weise den Klosteralltag dokumentieren. Die materiellen Kulturgüter gelangten vermutlich nach dem Klosterbrand 1445 und bei der Auflösung im Zuge der Reformation 1542/43 in den Oberuckersee, wo 1984 bis1990 archäologische Untersuchungen stattfanden. Dank der guten Bedingungen unter Wasser sind nicht nur zahlreiche Keramikgefäße und Spielzeug, sondern auch Gegenstände aus organischen Materialien wie Holz, Knochen und Leder erhalten.

Ende April 1945 war Prenzlau zu 85 % zerstört. Auch wenn wertvolle Bausubstanz verloren gegangen ist, blieben der Stadt doch einige sehenswerte Baudenkmäler erhalten. Wahrzeichen Prenzlaus ist die Marienkirche, die als ein hervorragendes Beispiel norddeutscher Backsteingotik gilt. 1970 begann der Wiederaufbau der im Krieg stark beschädigten Kirche. Im Sommer können die Türme der Kirche bestiegen werden, die mit ihrer Höhe von über 60 m einen hervorragenden Blick über die Stadt und die umliegende Landschaft bieten.

Ein Spaziergang entlang der fast 3 km langen Stadtmauer gewährt einen Einblick in den Aufbau und die Entwicklung der Stadt in mittelalterlicher Zeit. Der ausgeschilderte Rundweg führt an den erhaltenen Teilen der Stadtbefestigung entlang und verläuft u.a. am Stadtpark, am Unteruckersee und dem nach historischem Vorbild wieder aufgebauten Stadtviertel Sternberg, dem Standort der 1938 während der Reichspogromnacht zerstörten Synagoge vorbei. Eine Gedenktafel erinnert an die ehemalige Synagoge. Der Mitteltorturm der Stadtbefestigung war Vorbild für die Türme der Berliner Oberbaumbrücke.

Ein Wochenende in Prenzlau und Umgebung

Tag 1: Anfahrt mit dem PKW von Berlin über die A11 bis Pfingstberg (alternativ B109), Abfahrt Pfingstberg, Besichtigung Groß Fredenwalde (Kirche, Wallanlagen), Mittagessen im „Kastanienhof“ in Flieth und anschließende Besichtigung des Ortes Gerswalde (Kirche, Wasserburg). Weiterfahrt zum Hotel „Schloss Boitzenburg“, einchecken, Spaziergang durch den Schlosspark, Abendessen im Schlossrestaurant.

Tag 2: Besuch des Museums „Klostermühle Boitzenburg“ sowie der dahinter gelegenen Ruinen des Zisterzienserinnenklosters, Mittagessen im Restaurant „Zur Klostermühle“ und anschließende Teilnahme an der öffentlichen Schlossführung um 14.00 Uhr (Sa und So). Kaffeetrinken und Kostprobe der hausgemachten Schokoladenspezialitäten im Marstall, Konzertbesuch der Uckermärkischen Musikwochen (August und September) in der Umgebung.

Tag 3: Aufbruch am Morgen nach Prenzlau und Besichtigung des Dominikanerklosters Prenzlau (Museum, Ausstellungen, Nikolaikirche). Mittagessen im Seerestaurant „Am Kap“, am Ufer des Uckersees, oder Snack im Klostercafé. Stadtbesichtigung mit Marienkirche, Stadtmauer und Stadtpark (von Mai bis September finden samstags um 11 Uhr Stadtführungen statt), Besuch des Seeparks – ehemaliges Landesgartenschaugelände – und des Seebades der Stadt Prenzlau und anschließende Rückfahrt nach Berlin.

Klösterliche Nachbarschaft (www.klosterland.de)

In Prenzlau befinden sich neben dem Dominikanerkloster auch eine ehemalige Franziskanerklosterkirche und der Standort des „Sabinenklosters“, gegründet vom Büßerorden der Maria Magdalenerinnen, ab 1272 nach Benediktinischer Ordensregel lebend.

Prämonstratenserkloster Gramzow (16 km südöstlich): Erhalten ist die Ruine des Westbaus der Stiftskirche (www.amt-gramzow.de).

Zisterzienserinnenkloster Marienwerder in Seehausen (18 km südlich): Die ehemalige Abtei Marienwerder befand sich auf dem einst inselartigen Werder, südlich vom heutigen Dorf Seehausen am Oberuckersee. Es sind keine Überreste vor Ort erhalten.

Zisterzienserkloster Boitzenburg (20 km westlich): (www.klostermuehle-boitzenburg.de).

Franziskanerkloster Angermünde (40 km südlich): Heute erinnert die imposante Klosterkirche, ein zweischiffiger Hallenbau aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, an das ehemalige Franziskanerkloster. Der Lettner zwischen Hauptschiff und Chor ist fast vollständig original erhalten. Herausragend sind auch die Wandmalereien aus dem 13. Jahrhundert und die verzierte Sakristei. Das prächtige Backsteindekor weist auf Verbindungen zur „Choriner Bauhütte“ hin. Angermünde ist Mitglied im KLOSTERLAND e.V. (www.klosterland.de/Kloster/Angermuende).

Zisterzienserkloster Chorin (59 km südlich): Das imposante Bauensemble ist eines der wichtigsten Backsteindenkmäler in Norddeutschland. Besonderheiten sind die Westfassade der ehemaligen dreischiffigen Klosterkirche und das aufwendige Backsteindekor: Lilien- und Weinblätterranken, Formsteinfriese und ein Tierfries sowie detailreiche Gewölbekonsolen schmücken die Bauwerke. Im Westflügel können noch Wandmalereien aus dem frühen 14. Jh. bewundert werden. Die Konzerte des „Choriner Musiksommers“ gehören zu den beliebtesten Kulturveranstaltungen Brandenburgs. Chorin ist Mitglied im KLOSTERLAND e.V. (www.klosterland.de/Kloster/Chorin).

Zisterzienserkloster Himmelpfort  (50 km westlich): Die Klosterruine wird mit Führungen und Kulturprogramm bespielt, und es gibt einen Kräutergarten (www.himmelpfort.de/kultur.html).

Sehenswertes in der Umgebung und auf dem Weg nach Prenzlau

Im Norden von Prenzlau:

Malchow (12 km): Ausgehend von der sanierten Malchower Dorfkirche wurden verschiedene Labyrinthe errichtet, die von Mai bis Oktober entdeckt werden können (www.malchower-labyrinthpark.de)

Bandelow (13 km): Schaukäserei und Hofladen: (www.uckerkaas.de). Die Kirche ist ein Feldsteinbau von 1898 mit barocker Ausstattung (Kanzel, Altar, Taufengel) (www.altekirchen.de).

Karlstein (16 km): Rosenhof Flemming (www.rosenhof-flemming.de)

Im Süden von Prenzlau:

Gerswalde (23 km): Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert spiegelt mit ihren Ausmaßen die ursprünglich dem Ort zugedachte Bedeutung wider. Sehenswert sind insbesondere ihr Renaissancealtar, die Sauer-Orgel und die Sonnenuhr (Süd-Ost-Ecke). Die Wasserburg mit Heimatmuseum vermittelt ein eindrucksvolles Bild einer mittelalterlichen Burganlage (www.gerswalder-wasserburg.de)

Groß Fredenwalde (35 km): Sehenswert sind der Wallberg (ehemalige mittelalterliche Befestigungsanlage) und die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert (www.gross-fredenwalde.de).

Templin (35 km): Prenzlauer Tor, Museum für Stadtgeschichte, Multikulturelles Centrum Templin, Fachwerkbauten, barockes Rathaus, Georgskapelle: (www.templin.de)

Angermünde (40 km): Der Stadtkern von Angermünde ist klein, aber mit seinem Rathaus, den vielen Fachwerkhäusern, der St. Marien Kirche mit der berühmten Wagnerorgel, dem ehemaligen Franziskanerkloster und dem Pulverturm sehr sehenswert. Weitere Informationen unter (www.angermuende.de).

Lychen (43 km): Flößertradition (www.lychen.de)

Im Osten von Prenzlau:

Gramzow (16 km): Klosterruine, Brandenburgisches Museum für Klein- und Privatbahnen, mit öffentlichen Fahrtagen des Museumszuges (www.eisenbahnmuseumgramzow.de)

Penkun (40 km): Schloss, Freilichtmuseum (frühdeutsche Siedlung), Bockwindmühle, Floßfahrten etc. (www.penkun.de/tourismus.htm)

Öffnungszeiten und Kontakt „Offene Kirchen“ siehe:  www.altekirchen.de

Essen & Trinken

Prenzlau: KlosterCafé im Dominikanerkloster (www.dominikanerkloster-prenzlau.de), Seerestaurant „Am Kap" am Uckersee (www.kap-prenzlau.com) und eine Vielzahl weiterer Restaurants und Cafés im Stadtgebiet

Bandelow (nördlich): Hofladen im Käsestübchen der Schaukäserei (www.uckerkaas.de)

Nechlin (nördlich): Café „Zum Speicher“ & Restaurant (www.cafezumspeicher.com)

Warnitz/ Quast (südlich): Panorama Hotel (www.panoramahotel-uckermark.de)

Flieth (südlich): Kastanienhof (www.kastanienhof-uckermark.de)
Der Uckermärker Picknickkorb - Picknicken mit regionalen Produkten aus der schönen Uckermark, (www.picknicken.eu)

Boitzenburg (westlich): Schlossrestaurant Boitzenburg (www.schloss-boitzenburg.de), „Zur Klostermühle“ (www.zur-klostermuehle.de)

Übernachtung

Prenzlau: Hotels, Pensionen, Privatzimmer und Ferienwohnungen unter www.prenzlau-tourismus.de

Landgehöft am Feldrain, Boitzenburger Land: www.liebling-mecklenburg.de/tenzo-landgasthof, www.tenzo-gasthof.de

Trampe (östlich): Refugium Uckermark, www.refugiumuckermark.de

Fredenwalde (südlich): Landhaus Fredenwalde, www.landhaus-fredenwalde.de

Grimme (östlich): Kunsthof Barna von Satory www.kunsthofbarnavonsartory.de

Seehausen: Seehotel Huberhof www.seehotel-huberhof.de

Suckow (südlich): Gut Suckow www.gut-suckow.de

Gollmitz (südlich): Wassermühle Gollmitz www.wassermuehle-gollmitz.de

Aktiv & Natur

Wer Lust auf Naturerlebnisse hat, wird nicht enttäuscht. Die seenreiche Landschaft um Prenzlau ist ein ideales Erholungsgebiet und sehr gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Möglich sind auch Schiffsausflüge  über die beiden Uckerseen und den Kanal mit dem Fahrgastschiff „Onkel Albert“. Sie erlauben es nicht nur, unvergessliche Eindrücke zu sammeln, sondern lassen sich auch mit Wanderungen oder Fahrradtouren kombinieren. Für Wassersportaktivitäten, von Schwimmen bis Kanu fahren oder Surfen, gibt es in Prenzlau und der Umgebung zahlreiche Möglichkeiten.

Prenzlau: Naherholungsgebiet „Kleine Heide“, Naturerlebnis Uckermark, www.naturerlebnis-uckermark.de
Radweg Berlin-Usedom, www.berlin-usedom-radweginfo.deUckermärker Landrunde Wanderweg, 167 km, www.tourismus-uckermark.de
Berkenlatten: Straußenhof und Barfußpark, www.staussenhof-berkenlatten.deKleptow: Elch- und Rentierfarm der Familie Golz, www.wild-golz.de
Gramzow: Handhebel-Draisine und Museumsbahn fahren im Eisenbahnmuseum Gramzow, www.eisenbahnmuseumgramzow.de

Kreativ

Annenwalde: Glashütte Annenwalde, www.glashuette-annenwalde.de

Warnitz: Quarzsprung Keramik und Glas, www.quarzsprung.de

Feste & Veranstaltungen in Prenzlau und Umgebung:

Prenzlau: Im Dominikanerkloster „Kultursommer im Klostergarten“ (Juni bis September), „Groschenkonzerte“ mit dem Preußischen Kammerorchester, Kabarett im Kloster, Kinderspaß im Kloster, „Advent im Kloster“

Ganzjährig Feste und Märkte in Prenzlaus Innenstadt, Konzerte des Preußischen Kammerorchesters und des Uckermärkischen Konzertchores, www.umkulturagenturpreussen.de

Prenzlau und Uckermark: Offenes Atelier und Offene Gärten, www.tourismus-uckermark.de

Uckermark: Die Uckermärkischen Musikwochen bieten im August und September etwa 20 erstklassige Konzerte an besonderen Veranstaltungsorten www.uckermaerkische-musikwochen.de

Uckermark: Uckermärkischer Orgelfrühling, www.umkulturagenturpreussen.de

Grimme: Kunsthof Barna von Satory, www.kunsthofbarnavonsartory.de

Alle Veranstaltungen in der Uckermark finden Sie im UckermarkKalendariUM: www.regionalmarke-uckermark.de/kalendarium/

Fotos: unsplash.com

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