Das Dominikanerkloster Prenzlau

Geschichte

Nach der Zustimmung zur Klostergründung 1275 erhielten die Dominikaner für den Bau ihrer Anlage Teile des markgräflichen Hofes am südwestlichen Rand der Altstadt in leicht erhöhter Lage über dem Uckersee. Der Konvent war bereits 1308 eines der reichsten Dominikanerklöster in der Mark. 1519 wurde das Kloster bei einem Brand beschädigt, was seine wirtschaftliche Situation schwächte. Im Zuge der Reformation folgte 1544 die Aufhebung des Klosters.

Klosteranlage

Das Dominikanerkloster wurde in vier Bauphasen von 1275 bis 1500 errichtet. Die 1343 geweihte dreischiffige Hallenkirche und der Klausurbereich bildeten zusammen mit dem Anbau und einem Wirtschaftsgebäude den Kern des Klosters, der vollständig erhalten und renoviert ist. Der Kreuzgang, das Refektorium und die Frauenkapelle mit gotischen Bau- und Schmuckelementen haben ihre stilistischen Wurzeln in den Arbeiten der „Brandenburger Dombauhütte“ und der „Choriner Bauhütte".

Lage und Umgebung

Prenzlau liegt im Einzugsbereich der zwei größten Seen der Uckermark, dem Ober- und dem Unteruckersee. Die Stadt grenzt an den Naturpark Uckermärkische Seen und das UNESCO-Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin. Prenzlaus Wahrzeichen ist die dreischiffige Hallenkirche St. Marien mit ihrem doppeltürmigen Westbau. Erhalten sind in der im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstörten Stadt auch Teile der mittelalterlichen Stadtmauer mit Türmen und Wiekhäusern.

Highlights

Die historische Anlage beherbergt heute das Kulturhistorische Museum, das Stadtarchiv, die Stadtbibliothek und ein Veranstaltungszentrum. Die gotische Klosterkirche beeindruckt durch ihre Drei- und Vierpass-Lanzettfenster und das aufwendige Nordportal. Im Refektorium sind mittelalterliche Wandmalereien zu bewundern. Im Friedgarten finden regelmäßig Konzerte statt und der Klostergarten lädt zum Verweilen ein.

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