TOURISTISCHES ANGEBOT

Auf den Spuren der Zisterzienser und der Kriegsgefangenen

Die Besucher können sich in Bierzwnik vor allem auf die ehemalige Zisterzienserabtei freuen. Das Kloster wird heute von der katholischen Gemeinde verwaltet und zurzeit aufwendig restauriert. Der Westteil der Kirche sowie der Westflügel des Klosters werden seit 2008 wieder aufgebaut. Die auf dem Gelände durchgeführten archäologischen Grabungen sind sehr gut dokumentiert und die Forschungsergebnisse in Form von mehrsprachigen Tafeln präsentiert.

Die ehemalige Zisterzienserabtei ist Mitglied des Vereins der Polnischen Zisterzienser-Gemeinden und liegt am polnischen Zisterzienserweg – dem „Szlak Cysterski“. Der Verein organisiert jedes Jahr im Sommer „Drei Tage auf dem Zisterzienserweg“, an denen  Konferenzen, Konzerte und weitere kulturelle Ereignisse stattfinden. 2010 konnten beim „Internationalen Jahrmarkt für Zisterzienser-Produkte“ noch aktive Klöster ihre Erzeugnisse anbieten und vorstellen.

Einige benachbarte Ortschaften haben ebenfalls sehenswerte historische Besonderheiten zu bieten. Dobiegniew (Woldenberg) lockt mit einer gotischen Stadtkirche, in Strzelce Krajeńskie (Friedberg) ist das vor allem die sehr gute erhaltene, mittelalterliche Stadtmauer, die mit anderen Denkmälern auf dem „Städtischen Geschichtsweg“ ausgeschildert sind.

Bis 1945 befand sich in Dobiegniew ein Kriegsgefangenenlager für polische Offiziere, das „Offlag II C“. Heute können die Gebäude besichtigt werden und ein Museum erinnert an das Alltagsleben der Gefangenen. Ein Besuch lohnt sich auch im historischen, weiterhin betriebenen Wasserelektrizitätswerk „Kamienna“ aus dem 19. Jahrhundert.

Aktive Erholung

Für Wanderer, Radfahrer oder Wassersportliebhaber bieten die Gemeinde Bierzwnik und ihre Umgebung unzählige Möglichkeiten und eine nahezu unberührte Natur. Der in der unmittelbaren Nähe gelegene Drage-Nationalpark (Drawieński Park Narodowy) verfügt über ein Fuß- und Reitwegenetz von über 100km. Die Gewässer des Parks eignen sich hervorragend für Kanuten. Angler finden genügend ruhige Ecken für ihre Leidenschaft.

Kanufahrer können sich zugleich auf den „Leubuser Masuren“ auf den Weg machen. Der ausgeschilderte Wasserweg erstreckt sich über 75km und führt durch pittoreske Engstellen, Seen und Kanäle bis zu Drage (Drawa) und Netzte (Noteć).

Da Bierzwnik selbst eine kleine Ortschaft ist, dominieren hier ländliche Übernachtungsmöglichkeiten. An den zahlreichen Seen befinden sich Campingplätze. Möchte man länger in der Gegend verweilen, so bietet es sich an, ein Zimmer in einem der Ferienbauernhöfe zu mieten. Vor allem für Menschen, die nicht nur einen Platz zum Schlafen suchen, sondern auch die Natur genießen möchten, ist das empfehlenswert.

Hotels sind in den nahe gelegenen Städten problemlos zu finden. Sowohl in Dobiegniew und Strzelce als auch in Choszczno (Arnswalde) gibt es ein reiches Angebot an Schlafplätzen, auch solche gehobenen Standards. In Bierzwnik steht den Gästen nur eine eingeschränkte Gastronomie zur Verfügung. Werden üppigere Mahlzeiten gewünscht, sollte man in einer der Städte in ein Restaurant einkehren.

Bierzwnik ist sehr gut sowohl mit dem Auto auf der Straße Choszczno – Gorzów Wielkopolski (Landsberg an der Warthe) oder mit der Bahn auf der Linie Szczecin (Stettin)–Poznań (Posen) erreichbar.

Quellen und weiterführende Links (bitte Klicken)

Zisterzienserroute

Marienwalde (Bierzwnik) ist eins von vier polnischen Mitgliedern der "Europäische Route der Zisterzienser-Abteien und -Stätten"