Das Zisterzienserinnenkloster Lindow

Das Kloster Lindow

„Lindow ist so reizend wie sein Name“, schrieb Theodor Fontane auf seinen Wanderungen durch Brandenburg über den staatlich anerkannten Erholungsort, der, rund 80 km nordwestlich von Berlin entfernt, im Ruppiner Seenland gelegen ist. „Zwischen drei Seen wächst es auf und alte Linden nehmen es an mehr als einer Stelle unter ihren Schatten.“[1] Ein Lindenbaum ziert noch heute das Wappen der beschaulichen Kleinstadt, die mit einem kleinen Vogelpark, prächtigen Häusern im klassizistischen Stil und kulturellen Angeboten, vom Stadt- und Dorffest, über Kurkonzerte bis zu den alljährlichen Lindower Sommermusiken zu jeder Jahreszeit abwechslungsreiche Erholung für seine Gäste bereithält. Benannt ist der im 13. Jahrhundert vermutlich aus einer slawischen Fischersiedlung erwachsene Ort nach Lindenaue, dem anhaltinischen Besitz des Grafen Gebhard von Arnstein und Ruppin, der an dieser Stelle 1230 ein Jungfrauenkloster stiftete.[2]

Die evangelische Stiftsgemeinschaft des ehemaligen Klosters Lindow hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Anlage durch Sanierung des Konventgebäudes und Pflege von Park und Klosterfriedhof für nachfolgende Generationen als lebendigen Ort inmitten ihrer Stadt zu bewahren.[3] Liebevoll renoviert lässt die auf einer kleinen Halbinsel am idyllischen Wutzsee gelegene Ruine erahnen, wie groß und mächtig das Hauskloster der Ruppiner Grafen einst gewesen sein muss, dem Fontane in seinem Stechlin ein literarisches Denkmal setzte.

Wo heute Andachten und Gottesdienste unter freiem Himmel stattfinden, soll ehemals ein unterirdischer Gang vom Keller des Konvents bis nach Gransee und Zehdenick, ja sogar unter dem Ruppiner See hindurch bis Neuruppin geführt haben.[4] Das alte Klostergelände mit seinem efeubedeckten Park und dem alten Friedhof der Diakonissinnen Übertage und barrierefrei zu durchstreifen ist jedoch weitaus reizvoller. Um den Wutzsee herum, der als eines der klarsten Gewässer Brandenburgs zum Naturpark Stechlin-Ruppiner Land gehört, führt ein gut ausgeschilderter 7,5 km langer Wanderweg.[5] Am Wutzseeaussichtspunkt wird man von einer Statue der „Schönen Nonne“ empfangen.[6]

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Quellen:

  • [o. A.]: Von der schönen Nonne zum Museumsschloss. Eine Radtour ins Herz des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. In: Freizeit (24.04.2015) [http://www.kloster-lindow.de/Bilder/presse/freizeit-magazin-ausgabe-1-2015.pdf].
  • BECKER, Erich: Lindow. Stadt, Kloster und Umgebung in Vergangenheit und Gegenwart. Lindow (Mark) 1929.
  • FONTANE, Theodor: Wanderungen durch die Mark Brandenburg I. Die Grafschaft Ruppin. Berlin 2005.
  • http://www.kloster-lindow.de/1-geschichte2android.html.
  • http://www.kloster-lindow.de/Bilder/presse/freizeit-magazin-ausgabe-1-2015.pdf.
  • http://www.lindow-mark.de.
  • http://www.reiseland-brandenburg.de/reiseziele/ruppiner-land/details/id/2805/theme/a-z.html.
  • http://www.ruppin-kult-tour.de/files/kloster-lindow.pdf.
  • http://www.klosterblick-lindow.de/perels_haus.php.
  • http://www.gruppenhaus.de/ev.-ruest-und-freizeitheim-haus-der-begegnung-e.v.-lindow-hs1358.html.

Fußnoten:

  1. FONTANE, Theodor: Wanderungen durch die Mark Brandenburg I. Die Grafschaft Ruppin. Berlin 2005, S. 499.
  2. Vgl. http://www.lindow-mark.de; http://www.kloster-lindow.de/1-geschichte2android.html.
  3. Vgl. http://www.lindow-mark.de/index.php/klosterlindow.
  4. BECKER, Erich: Lindow. Stadt, Kloster und Umgebung in Vergangenheit und Gegenwart. Lindow (Mark) 1929.
  5. http://www.ruppin-kult-tour.de/files/kloster-lindow.pdf.
  6. Zur Geschichte der schönen Nonne vgl. [o. A.]: Von der schönen Nonne zum Museumsschloss. Eine Radtour ins Herz des Naturparks Stechlin-Ruppiner Land. In: Freizeit (24.04.2015) [http://www.kloster-lindow.de/Bilder/presse/freizeit-magazin-ausgabe-1-2015.pdf].