Das Augustinerkloster Königsberg in der Neumark

Geschichte

Bereits 1290 kamen erste Augustinermönche nach Königsberg und errichteten ihr Kloster am östlichen Stadtrand. Als Weihedatum der Klosterkirche gilt das Jahr 1388. Die Mönche bestritten ihren Lebensunterhalt durch seelsorgerische Tätigkeiten und  Vergabe von Ablassbriefen sowie durch Spenden, Schenkungen und Grundbesitz. 1539 erfolgte im Zuge der Reformation die offizielle Aufhebung. Ab 1557 diente das Kloster der Stadt als Kirche, Exerzierhaus, Speicher, Hospital und Turnhalle. 1957 ging die Anlage an die katholische Kirche über, die sich seit 1959 dem Wiederaufbau widmete.

Klosteranlage

Vom Klosterkomplex sind die Kirche, der West- und Südflügel der Klausur sowie Teile des Kreuzgangs erhalten. Darüber hinaus gehörten einige Wirtschaftsgebäude und das „Neue Haus“ aus dem 15. Jh. zur Anlage. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Kloster zerstört und in den 1960er Jahren von der katholischen Kirche wieder aufgebaut. Die ehemalige Klosterkirche ist heute als Pfarrkirche zugänglich.

Lage und Umgebung

Chojna liegt inmitten des Europa-Nationalparks Unteres Odertal, 12 km von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Ortes gehört die historische Altstadt. Im Nachbarort Röhrchen kann man die Feldsteinkapelle der ehemaligen Templer- bzw. Johanniterkommende aus dem 13. Jh. besuchen. Die Zisterzienserinnenabtei Zehden liegt nur 20 km entfernt.c

Highlights

Sehenswert sind sowohl die einschiffige Backsteinkirche – ein gotischer Bau aus dem 14. Jh. – als auch die Gewölbe des Kreuzgangs und der Kapelle. Im Kapitelsaal beeindruckt das Sterngewölbe und in der Kirche befindet sich eine Orgel von Joachim Wagner aus dem 18. Jh.

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