Veranstaltungen des Deutsch-Polnischen Klosternetzwerks

5. Netzwerktreffen 15.05.2013, Altfriedland

Einstimmiges Votum für gemeinsame Zukunft im KLOSTERLAND:
Das Deutsch-Polnische Klosternetzwerk beschließt Vereinsgründung und Einrichtung einer Geschäftsstelle in Brandenburg.

Endlich ist es soweit: Am vergangenen Donnerstag, den 15. Mai 2013 trafen sich die Netzwerkpartner des Deutsch-Polnischen Klosternetzwerks in Altfriedland (Brandenburg) um über die zukünftige Rechts- und Organisationsform des grenzübergreifenden Netzwerks aktiver und ehemaliger Klöster zu entscheiden. Am Ende des Tages stimmten die Teilnehmer einstimmig für die Gründung eines gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Brandenburg.

Insgesamt 20 Teilnehmer trafen sich bei strahlendem Sonnenschein im historischen Kern des ehemaligen Fischerortes Altfriedland, um im Rahmen des 5. Netzwerktreffen des Deutsch-Polnischen Klosternetzwerks an der Zukunftsentscheidung teilzuhaben. Darunter waren Vertreter der derzeitigen fünf deutschen und fünf polnischen Netzwerkpartner sowie am Netzwerk interessierte Teilnehmer aus weiteren brandenburgischen, sächsischen und westpommerschen Klöstern. Auf der Tagesordnung stand als wichtigster Punkt neben dem Arbeitsbericht des Netzwerkmanagements und einer Führung durch die Ruine des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters Altfriedland, die Vorstellung und Diskussion möglicher zukünftiger Rechtsformen für das Netzwerk und der Beschluss über eine gemeinsame Gründung.

Das Netzwerk wird seit seiner Initiierung 2011 durch ein freiberufliches Netzwerkmanagement geleitet, das als externes Projektbüro nicht nur für die Koordination, sondern auch für Inhalte und die operative Umsetzung aller Maßnahmen verantwortlich ist. Finanziert wird die Arbeit durch das Sponsoring des Ostdeutschen Sparkassenverbands sowie der Sparkassen Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Uckermark, die drei Jahre lang Geld für die Initiierung des Netzwerks bereitstellten. Schon das 4. Netzwerktreffen in Zehden (Cedynia) ergab, dass die Netzwerkpartner den Zusammenschluss und die gemeinsame Dachmarke KLOSTERLAND über die Förderdauer hinaus aufrechterhalten wollen und viele weitere Einrichtungen an der Mitgliedschaft interessiert sind. Das 5. Netzwerktreffen sollte daher die Entscheidung über Form und Art der gemeinsamen Zukunft herbeiführen. 

Für die Entscheidung wurden unterschiedlichste Möglichkeiten für die (rechtliche) Organisation des Netzwerks geprüft, darunter auch der polnische Verein (Stowarzyszenie), der Europäische Verbund für territoriale Zusammenarbeit und der Europäische Verein. Letztlich kristallisierte sich der gemeinnützige eingetragene Verein als beste Lösung heraus und seine Gründung wurde einstimmig beschlossen. Eine Geschäftsstelle soll darüber hinaus neben dem ehrenamtlichen deutsch-polnischen Vorstand für die Koordination, die Ausführungen der Vereinsleistungen und die Kommunikation der gemeinsamen Dachmarke KLOSTERLAND sorgen.

Nächste Schritte: In den kommenden Monaten wird die Vereinssatzung ausgearbeitet und ermittelt, in welchem Partnerkloster die Geschäftsstelle des Vereins am besten untergebracht werden kann. Außerdem sollen zukünftige Vereinsmitglieder akquiriert und in die Gründungsaktivitäten mit einbezogen werden. Als Mitglieder kommen neben ehemaligen und aktiven Klöster auch alle anderen kulturellen und touristischen Einrichtungen mit thematischem Bezug in Frage.

Download der Pressemeldung HIER.

4. Netzwerktreffen, 22.11.2012 in Zehden (Cedynia)

Das Deutsch-Polnische Klosternetzwerk trifft sich zweimal im Jahr zur Gesamtsitzung in einem der Partnerklöster.

Das 4. Netzwerktreffen fand am Donnerstag, den 22. November 2012 im ehemaligen Zisterzienserinnenkloster Zehden im kurz hinter der Grenze gelegenen polnischen Cedynia statt.

25 Vertreter der deutschen und polnischen Partnerklöster fanden sich ein, um nach zweijährigem Bestehen des Verbunds gemeinsam über die Zukunft der Arbeit im Netzwerk und der gemeinsamen Dachmarke KLOSTERLAND zu diskutieren. Erstmals nahmen auch neue Partner am Treffen teil, so z.B. Vertreter des Klosters Lehnin, des Klosters Schulpforta in Sachsen-Anhalt und des Klosters Soldin (Myślibórz) im polnischen Westpommern (Zachodniopomorskie).

So vieles gab es zu besprechen, dass den Teilnehmern und Organisatoren gar nicht in den Sinn kam, das zweijährige Bestehen des Netzwerks zu feiern: Neue Partner stellten sich vor, das im September veranstaltete Symposium wurde resümiert und die Ziele des Netzwerks und Form der Zusammenarbeit wurden diskutiert.

Am Nachmittag stand fest: Es gibt noch viel Diskussionsbedarf, aber alle Partner sind mehr denn je überzeugt, dass sie sich unter der Dachmarke KLOSTERLAND präsentieren und mit den Partnern des Netzwerks eng zusammenarbeiten wollen.

An erster Stelle steht nun – neben dem Tagesgeschäft - die zukünftige Rechtsform des Netzwerks zu klären und die Leistungen des Netzwerkmanagements und die Beteiligung und Aufgaben der Partner zu definieren. Das Konstrukt will gut durchdacht, sein denn es gilt, die Zeit nach der Anschubförderung durch die sponsernden Sparkassen und den Ostdeutschen Sparkassenverband bis zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit zu überbrücken.

Die Partner und externen Berater sind jedoch zuversichtlich – bei so viel Potenzial wird das Netzwerk sich weiter vergrößern und KLOSTERLAND mit der Zeit zu einer starken überregionalen Marke für Kulturtourismus wachsen. Die drei neuen Partner sind der Anfang dieser Entwicklung.

3. Netzwerktreffen, 14.06.2012 in Angermünde

Das Deutsch-Polnische Klosternetzwerk trifft sich zweimal im Jahr zur Gesamtsitzung in einem der Partnerklöster.

Das 3. Netzwerktreffen fand am Donnerstag, den 14. Juni im Rathaus Angermünde nahe des Franziskanerklosters Angermünde statt. Frau Ritter, die stellv. Bürgermeisterin, begrüßte die Vertreter vier polnischer und fünf deutscher Klöster in Brandenburg und Westpommern und betonte im Namen der Stadt die Bedeutung des Netzwerks für den Fortbestand des kulturtouristischen Angebots in der ländlich geprägten Region.

Thema des Treffens waren das Leitbild der Dachmarke KLOSTERLAND und die Ziele des Netzwerks. Außerdem wurden die Social Media am Nachmittag in einem Workshop vorgestellt und diskutiert.

Wer sind wir? Das Deutsch-Polnische Klosternetzwerk ist ein kulturtouristisches Netzwerk, das ausgewählte Klöster in den Regionen verknüpft, mit anderen (kultur-)touristischen Dienstleistern kooperiert und so die Zusammenarbeit der touristischen Anbieter in der Region fördert. Die Verknüpfung der Klöster findet in den Inhalten, der Organisation und Vermarktung statt. Das Netzwerk wird durch ein Netzwerkmanagement koordiniert und bei der operativen Umsetzung der gemeinsamen Ziele unterstützt. Diese Arbeit und die Ergebnisse werden durch die finanzielle Unterstützung der Sparkassen Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Uckermark sowie des Ostdeutschen-Sparkassenverbands ermöglicht. So können Strukturen einer nachhaltigen Zusammenarbeit geschaffen werden.

Was tun wir? Wichtiges Ergebnis der bisherigen Arbeit ist neben der Initiierung eines kontinuierlichen Austauschs der Netzwerkpartner die Verbesserung der externen Kommunikation, wozu auch die gemeinsame neue Internetpräsenz klosterland.de, Aktivitäten in den Sozialen Medien und erste gemeinsame Printmaterialien gehören.

Was können wir zusammen erreichen? Das Netzwerk verfolgt Ziele auf verschiedenen Ebenen: Das Klosternetzwerk unterstützt die Netzwerkpartner bei ihrer Arbeit. Die Förderung des Netzwerks zielt darauf ab, die historischen Denkmäler und ihre Erlebbarkeit zu erhalten, sowie für das Weiterbestehen des kulturellen Angebots im ländlichen Raum zu sorgen.

Durch die Netzwerkarbeit sollen zudem positive Effekte für die strukturschwache ländlich geprägte Netzwerkregion erzielt werden, in der die demografischen Veränderungen eine große Herausforderung darstellen. Durch die Vernetzung der regionalen Akteure kann die bessere Nutzung knapper Ressourcen erzielt und die Identität gestärkt werden. Auch ergeben sich durch Qualitätssteigerung und Nutzung gemeinsamer Schnittstellen neue Finanzierungsmöglichkeiten.
Die Gründung der Dachmarke Klosterland unterstützt die Arbeit des Netzwerks im Bereich der Außenwirkung. Durch die Bündelung und Qualitätssteigerung der Informationen und ihre benutzerfreundliche Aufbereitung kann eine größere Zielgruppe erfolgreicher angesprochen werden. Ein Anstieg der Besucherzahlen führt auf allen Ebenen zu positiven Effekten, weshalb Marketing ein wichtiger Bestandteil der Netzwerkarbeit ist.

2. Netzwerktreffen, 23.11.2011 in Neuzelle

Treffen des Deutsch-Polnischen Klosternetzwerks

Klöster in Brandenburg und Westpommern haben bei einem 2. Netzwerktreffen am 23. November 2011 im Klosterstift Neuzelle beschlossen, die Potenziale der Zusammenarbeit und des regelmäßigen Austausches im Rahmen des „Deutsch-Polnischen Klosternetzwerks“ zu nutzen.

Das Anfang des Jahres vom Ostdeutschen Sparkassenverbund (OSV) initiierte und von den regionalen Sparkassen gesponserte Klosternetzwerk hat sich die Stärkung der Klöster und anderer kulturtouristischer Akteure im ländlichen Raum zum Ziel gesetzt. Darüber hinaus sollen durch die langfristige Vernetzung der Klöster wirtschaftliche Impulse in der Netzwerkregion geschaffen und so den negativen Folgen des demografischen Wandels in der strukturschwachen Netzwerkregion entgegengewirkt werden. Auch die Wiederbelebung und der Erhalt von Kulturgut und regionaler Kulturgeschichte kann durch die inhaltliche und organisatorische Unterstützung der Klöster ermöglicht werden.

Bisher haben fünf deutsche und sieben polnische Klöster ihr Interesse an der Zusammenarbeit bekundet. Durch die Einbeziehung weiterer Klöster in Brandenburg und Westpolen soll langfristig ein großräumiges, grenzüberschreitendes Netzwerk entstehen, das die im Mittelalter in der „Mark Brandenburg“ erbauten Denkmäler touristisch verknüpft und diese gemeinsam einem breiten Publikum präsentiert.

Die derzeitig beteiligten Klöster sind Altfriedland, Angermünde, Chorin, Neuzelle und Prenzlau, Quartschen (Chwarszczany), Königsberg in der Neumark (Chojna), Kolbatz (Kołbacz), Soldin (Myślibórz) und Marienwalde (Bierzwnik).

Ein Netzwerkmanagement koordiniert die Zusammenarbeit, unterstützt die Klöster strategisch und inhaltlich und verantwortet die Arbeit gegenüber dem OSV und den Sparkassen Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Uckermark, die das Netzwerk finanziell fördern.

Für 2013 sind eine gemeinsame Internetplattform, ein Symposium zum Thema Netzwerke im ländlichen Raum sowie weitere Treffen der Netzwerkpartner geplant.

1. Netzwerktreffen, 30.05.2011 in Strausberg

Am 30. Mai 2011 fand in Strausberg (Märkisch-Oderland) ein erstes Treffen Vertreter polnischer und deutscher Klöster aus Brandenburg und Westpommern statt. Ziel des eintägigen Workshops war es, die vom Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV) initiierte Idee eines Deutsch-Polnischen Klosternetzwerks zu diskutieren, gemeinsame Ziele zu definieren, Regeln der Zusammenarbeit festzulegen und konkrete Schritte zur Installierung des Netzwerks zu planen.

An dem Netzwerktreffen nahmen Vertreter der Klöster in Angermünde, Königsberg in der Neumark/Chojna, Neuzelle, Prenzlau, Quartschen/Chwarszczany und Zehden/Cedynia teil. Darüber hinaus werden weitere Klöster wie Altfriedland, Marienwalde/Bierzwnik, Chorin und Kolbatz/Kołbacz Teil des Netzwerks  sein.

Die Verknüpfung der polnischen und deutschen Klöster zu einem Netzwerk hat sowohl netzwerkinterne Ziele, wie die Unterstützung der Klöster in ihrer musealen und kulturtouristischen Arbeit, die Förderung des Wissens- und Erfahrungsaustauschs der Klöster untereinander sowie die Bündelung von Kompetenzen und die gemeinsame Qualitätssteigerung, als auch übergeordnete Ziele, u.a. im Bereich der Regionalentwicklung. So soll die Steigerung der Attraktivität der Region als Tourismusdestination durch den Erhalt und die Vermittlung des kulturellen Erbes der Klöster durch das Deutsch-Polnische Klosternetzwerk erreicht und ein Beitrag zur kulturellen, sozialen und ökonomischen Entwicklung der Region geleistet werden.

Ein zweites Netzwerktreffen findet im Herbst/Winter 2011 statt. Als nächste Arbeitsschritte wurden in Strausberg die Ausarbeitung einer Kooperationsvereinbarung, die Strategieplanung für die nächsten Jahre, die Ausarbeitung eines Marketingkonzeptes und die Erarbeitung einer gemeinsamen Internetplattform formuliert. Ausgearbeitet, koordiniert und umgesetzt werden diese durch das vom OSV und den sponsernden Sparkassen Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Uckermark finanzierte Netzwerkmanagement und die Vertreter der Netzwerkpartner.