Ziele und Erfolge

Die Verknüpfung der Klöster findet auf inhaltlicher, organisatorischer und kommunikativer Ebene statt und verfolgt übergeordnete Ziele in den Bereichen Kulturtourismus, Bildung, Wirtschaft, Regionalpolitik und Denkmalpflege:

  1. Erzeugung regions- und grenzübergreifender (kultur-)touristischer Aktivitäten,
  2. Leistung eines Beitrags zur (interkulturellen) Kommunikation,
  3. Erzeugung wirtschaftlicher Impulse in der Netzwerkregion,
  4. Wiederbelegung und Erhalt von Kulturgut und regionaler Kulturgeschichte,
  5. Stärkung regionaler Akteure in kulturtouristischen und -historischen Bereichen.
  1. Die Förderung des Kulturtourismus hat in vielerlei Hinsicht Potenzial. Die touristischen Strukturen zu öffnen und Grenzen – seien es Landkreis-, Landes-, Branchen- oder Themengrenzen – zu überwinden, um neue Angebote zu schaffen und die beteiligten Akteure wettbewerbsfähig zu machen, ist eine schwierige, jedoch gleichsam notwendige wie vielversprechende Aufgabe. Die erfolgreiche Umsetzung ist vom Willen und langen Atem aller Akteure abhängig.
  2. Die Kommunikation innerhalb von Netzwerken ist ein wesentliches Element, da von ihr maßgeblich die Funktionstüchtigkeit und Nachhaltigkeit abhängt. Die Herausforderung im Deutsch-Polnischen Klosternetzwerk ist die bilinguale Verständigung zwischen deutschen und polnischen Netzwerkpartnern und die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Kulturinstitutionen und Vertretern der (Tourismus-)Wirtschaft.
  3. Wirtschaftliche Impulse werden durch Innovationsförderung und Qualitätsverbesserung gesetzt. Der Austausch im Netzwerk sorgt nicht nur für die Verbesserung der Strukturen sondern auch für innovative Ideen und die Möglichkeit der gemeinsamen Angebotsgestaltung und -vermarktung.
  4. Die gegenseitige Unterstützung der Netzwerkpartner fördert die inhaltliche Arbeit und das Netzwerk kann neue Möglichkeiten der Bearbeitung und Kommunikation von Geschichte und regionaler Identität bieten. Der Erhalt und die Wiederbelebung regionaler Kulturgeschichte können sich in der Museums- und Archivarbeit der Einrichtungen, in identitätsstiftenden Angeboten für Besucher und in wissenschaftlichen Ausstellungen, Kongressen und Publikationen widerspiegeln. Durch Qualitätssteigerung und effektive Nutzung der Ressourcen können darüber hinaus neue Finanzierungsmöglichkeiten aufgetan werden, um Kulturgut in einer finanzschwachen Region zu bewahren.
  5. Kultureinrichtungen müssen meist mit sehr knappen finanziellen und personellen Ressourcen arbeiten, ihnen fehlen Fachpersonal und Wissen. Das Netzwerk ermöglicht, die fehlenden Ressourcen auszugleichen, indem Aufgaben gemeinsam an externe Dienstleister abgegeben werden und Experten im Verbund finanziert werden können.

Arbeitsergebnisse und -ziele

Kooperationen

Neben der Kooperation der Vereinsmitglieder untereinander konnten bereits sehr intensive Kooperationen zu weiteren institutionellen Partnern aufgebaut werden, die den Verein auf vielfältige Weise bei der Umsetzung der Vereinsziele unterstützen:

  • HAWK Hildesheim
  • Manufactum – Gutes aus Klöstern
  • EUROPTOUR (Erasmus+ Projekt)
  • MWFK Brandenburg
  • Landwirtschaftliche Rentenbank
  • Jakobusgesellschaft Brandenburg-Oderregion e.V.
  • Zentrum für Klosterkultur (Martin Erdmann)
  • Kulturland Brandenburg

Markt- und Besucherforschung

  • Machbarkeitsstudie: Als Arbeitsgrundlage wurde vor der Initiierung des Netzwerks eine Standort- und Potenzialanalyse durchgeführt, deren Ergebnisse die Basis für die Gründung des Netzwerks und die Erarbeitung und Festlegung der Zielsetzungen, Strategie und Arbeitsschritte war.
  • Besucherforschung: Im Jahr 2015 läuft eine großangelegte Kulturtourismusstudie (www.kulturtourismusstudie.de) im gesamten deutschsprachigen Raum, an der sich die Mitglieder des Vereins beteiligt haben und deren Ergebnisse in die Arbeit einfließen sollen. Des Weiteren betreiben einige der Mitglieder im eigenen Haus Besucherforschung und erheben Besucherzahlen.

Austausch und Fortbildung

Netzwerktreffen und Mitgliederversammlungen

  • Im Rahmen der zweisprachigen Tagesveranstaltungen wird neben dem Wissensaustausch bei Bedarf ein Weiterbildungsangebot zu nachgefragten Themen organisiert. Bisher wurden besonders die Themen Netzwerk, Social Media und Marketing, Organisationsformen, Kulturtourismus und Produktentwicklung behandelt.

Symposien

Der Verein strebt darüber hinaus eine regelmäßige Veranstaltung von Symposien zu Spezialthemen an.
  • Im Herbst 2012 fand im Dominikanerkloster Prenzlau das „1. Symposium im KLOSTERLAND“ zum Thema „Chancen kulturtouristischer Netzwerke in strukturschwachen Regionen“ statt, auf dem namhafte Experten und Praktiker von ihren Forschungserkenntnissen und Praxiserfahrungen berichteten. Im Nachgang des Symposiums entstand die Begleitpublikation „Kulturtouristische Netzwerke im ländlichen Raum“.
  • Am 9. November 2015 fand das „2. Symposium im KLOSTERLAND“ zum Thema „KLOSTER.LAND.WIRTSCHAFT“ statt, dass sich Themen klösterlicher Landwirtschaft und Gartenbaus widmete. Eine Publikation der Beiträge wird 2016 im EOS-Verlag erscheinen.
  • Im Jahr 2016 findet voraussichtlich ein 3. Symposium in Echternach (Luxemburg) zum Thema Lectio Divina statt.

Zentrum für Klosterkultur

Seit 2014 tagen regelmäßig Experten aus „Kloster und Welt“ zu unterschiedlichen Aspekten der Klosterkultur um den Dialog zwischen diesen Welten zu öffnen und zu vertiefen. Initiiert von Martin Erdmann (Beiratsmitglied) werden die Treffen von KLOSTERLAND e.V. begleitet und sind Teil einer intensiven inhaltlichen Zusammenarbeit verschiedener Mitglieder und weiterer Partner geworden:
  • Gründungstreffen am 22. Oktober 2014 im Haus der Ordnen in Bonn.
  • 2. Treffen vom 25. bis 27.04.2015 im Kloster der Dominikanerinnen zur hl. Rosenkranzkönig in Wettenhausen im schwäbischen Landkreis Günzburg.
  • 3. Treffen am 10. November 2015 im ehemaligen Zisterzienserkloster Lehnin (Brandenburg).

Marketing

Durch die Bündelung und Qualitätssteigerung der Informationen, einer benutzerfreundlichen Aufbereitung und der Erarbeitung neuer und gemeinsamer Angebote kann die Reisedestination KLOSTERLAND eine größere Zielgruppe erfolgreicher ansprechen und Besuchererwartungen schüren und erfüllen. Die Erhöhung der Besucherzahlen generiert darüber hinaus einerseits höhere Eigeneinnahmen, andererseits sind Besucherzahlen eine Existenzberechtigung, die auch Voraussetzung für finanzielle öffentliche und private Mittel ist. Ein Anstieg der Besucherzahlen führt auf allen Ebenen zu positiven Effekten, weshalb Marketing keine Nebensache, sondern ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit des Vereins ist:

  • Dachmarke: Die Etablierung und Pflege der Dachmarke KLOSTERLAND ist die Basis aller Kommunikationsmaßnahmen und schafft einen hohen Wiedererkennungswert. Unter der Dachmarke vereinen sich alle Klöster mit ihren individuellen Marken.
  • Homepage: Die gemeinsame Internetpräsenz www.klosterland.de bzw. www.klosterland.pl informiert aktuell, umfassend und einheitlich über alle Mitgliederstandorte und Aktivitäten der Dachmarke. Die Seite wird stetig weiterentwickelt und bietet Informationen in deutscher, polnischer und englischer Sprache.
  • Messen und Kongresse: Die Präsentationen des Netzwerks auf regionalen und überregionalen Messen und Kongressen dient als Zielgruppenansprache und geht aufgrund der Pressepräsenz meist mit Öffentlichkeitsarbeit einher. Bisher war KLOSTERLAND auf der ITB Berlin, dem Brandenburgischen Reisemarkt, verschiedenen Tourismusforen und polnischen Regionalmessen vertreten.
  • Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Der Vorstand und eine externe Auftragnehmerin betreiben Pressearbeit für den Verein und sorgen für die Präsenz in der regionalen und überregionalen Presse. Außerdem nimmt der Verein an Wettbewerben und Ausschreibungen teil und stellt die Dachmarke in touristischen und wissenschaftlichen Publikationen vor.
  • Printmedien: Die Herausgabe von gemeinsamen Printmedien wie Flyer, Broschüren, Karten u.v.m. sorgt für die klassische Zielgruppenansprache vor Ort und im Einzugsgebiet. Verlagspublikationen beschäftigen sich darüber hinaus tiefergehend mit Spezialthemen.  
  • Social Media: Durch Aktivitäten in den sozialen Medien wie Facebook, Twitter, Flickr und Xing werden neue Zielgruppen angesprochen und tagesaktuell von den Aktivitäten des Vereins berichtet.
  • Veranstaltungen: Die Durchführung und Teilnahme an Veranstaltungen für (Fach-)Publikum, Besucher und Presse sind wesentlicher Bestandteil der Kommunikationsmaßnahmen.
  • Wanderausstellung: Die Ausstellung zu den Klöstern des Netzwerks besteht aus zweisprachigen Stelltafeln. Als wichtiges Instrument der Öffentlichkeitsarbeit wandert sie durch die Partnereinrichtungen und andere Institutionen mit dem Ziel, einen Klosterbesuch anzuregen. 

Finanzierung

Wie immer im Kulturbetrieb ist die Finanzierung der sichtbaren und internen Arbeit eines der Hauptprobleme. So ist die Mittelbeschaffung auch im Klosternetzwerk eine zentrale Aufgabe und ihr Erfolg wird über die weitere Existenz des Netzwerks entscheiden.

  • Sponsoring: Vorstand und Netzwerkmanagement betreuen die Sponsoren durch Berichte, Einladungen, die Leistung der vereinbarten Kommunikationsmaßnahmen und die Teilnahme an Lenkungsausschüssen zu Jahresbeginn. In den Jahren 2010 bis 2013 unterhielt das Klosternetzwerk eine Sponsoringpartnerschaft mit den regionalen Sparkassen der Region (siehe Absatz „Vorgeschichte“).
  • Spenden: Von Mitgliedern und Unterstützern erhält der Verein regelmäßig kleine Spenden.
  • Fördermittel: Vorstand und Netzwerkmanagement prüfen und informieren die Mitglieder über Möglichkeiten der Akquise von Fördermitteln und koordinieren bzw. beauftragen die Antragstellung. Bisher wurden vom MWFK Brandenburg, der Landwirtschaftlichen Rentenbank und der Euroregion Pomerania erfolgreich Fördermittel akquiriert.
  • Eigenmittel und -einnahmen: Es werden Konzepte zur Erzielung von Einnahmen über das Netzwerk erarbeitet und Produkte und touristische Angebote entwickelt.