Vorgeschichte

Das Deutsch-Polnische Klosternetzwerk

Die Idee, grenzübergreifende kulturtouristische Kooperationsprojekte mit dem Ziel der Wirtschaftsförderung ins Leben zu rufen, entstand 2006 im Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV)[1] im Rahmen einer Sonderausgabe des S-Tourismusbarometer zum deutsch-polnischen Tourismus[2]. Das vom OSV beauftragte S-Tourismusbarometer zeigt alljährlich strukturelle Veränderungen, Erfolge und Misserfolge im ostdeutschen Tourismus auf. Als Frühwarnsystem verweist es auf Trends und zukünftige Herausforderungen und kam 2006 zu dem Ergebnis, dass sowohl im grenzübergreifenden Tourismus als auch in der Vernetzung der Akteure erhebliche Potenziale lägen.

Partnersuche und Prüfung von Finanzierungsmöglichkeiten

In den Folgejahren wurden Partnereinrichtungen für das Klosternetzwerk ausgewählt und die Antragstellung für eine INTERREG-IV-A-Förderung vorbereitet, die letztlich jedoch aufgrund fehlender Partner mit ausreichend Eigenmitteln sowie an den fehlenden Strukturen scheiterte. Im Sommer 2010 wurde daher beschlossen, zunächst die Netzwerkstrukturen zu etablieren und erst im Anschluss eine Förderung zu beantragen. Der OSV und die Sparkassen der brandenburgischen Landkreise Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Uckermark sicherten eine bis zu dreijährige Förderung zur Etablierung des Netzwerks zu, die durch Lenkungsausschüsse jährlich neu geprüft und zugesagt wurde.

Das Netzwerkmanagement nimmt seine Arbeit auf

Anfang 2011 wurden externe Kulturmanagerinnen mit dem Netzwerkmanagement beauftragt. Die so gebildete zentrale Servicestelle für die Netzwerkpartner[3] übernahm bis zur Vereinsgründung im Jahr 2013 folgende Aufgaben:

  1. Ausarbeitung von Strategien zur Erreichung der gemeinsamen Ziele
  2. Entwicklung und Durchsetzung von Regeln der Zusammenarbeit
  3. Sammeln und Vertreiben netzwerkinterner Informationen
  4. Kommunikation nach Innen und Außen
  5. Verteilung von Aufgaben, Ressourcen und Zuständigkeiten
  6. Organisieren und Dokumentieren der netzinternen Beratungen und Entscheidungen
  7. Pflege der Kontakte zu den Netzwerkpartnern
  8. Dokumentation und Kontrolle der Aktivitäten
  9. Herstellung von Kontakten
  10. Strukturieren der netzwerkinternen Öffentlichkeitsarbeit

Das Deutsch-Polnische Klosternetzwerk war in den drei Jahren seines Bestehens ein loser Zusammenschluss ehemaliger Klöster in Brandenburg und Westpolen, die gemeinsam ihre Strategie sowie die Dachmarke KLOSTERLAND entwickelten, erste gemeinsame kulturelle Angebote und Informationsmedien erarbeiteten und sich fachlich austauschten.

Vereinsgründung

Am 3. September 2013 gründeten die Netzwerkpartner gemeinsam mit neuen Partnern den gemeinnützigen Verein KLOSTERLAND, der die Arbeit fortführt und durch die eigene Rechtsform einen größeren Aktionsradius erlangte.

Quellen (bitte klicken)

Text: Lara Buschmann

  1. Der OSV ist Dienstleister seiner Mitgliedssparkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt und hat den Auftrag, Effizienz im Markt mit gesellschaftlicher Verantwortung und Förderung des Gemeinwohls zu kombinieren. Neben dem Ziel eines flächendeckenden Angebots an Finanzdienstleistungen stehen daher die Förderung einer nachhaltigen regionalen Entwicklung und die Verbesserung des sozialen Zusammenhalts in den Regionen im Mittelpunkt
  2. Vgl. FINANZGRUPPE OSTDEUTSCHER SPARKASSENVERBAND (Hrsg.) (2006): Deutsch-Polnisches Tourismusbarometer, veröffentlicht im Internet, URL: http://www.wissen.dsft-berlin.de/medien/MAR/mar_deutsch_polnisches_tourismusbarometer_2006.pdf (Stand: 23.10.2006, Abfrage: 15.02.2013).
  3. Ausführliche Informationen zu den Aufgaben des Netzwerkmanagements siehe: NUISSL, Ekkehard (2010): Netzwerkbildung und Regionalentwicklung. Studienreihe Bildungsund Wissenschaftsmanagement, Band 12, Münster.