Klosterland Brauspezialitäten

Aus den sieben Wettbewerbsbieren wählten Jury und Publikum das „Thai Wit“ und das „Dubbel“ als ihre Favoriten, die nun unter den Namen WANDERER und WÄCHTER produziert und im KLOSTERLAND ausgeschenkt und verkauft werden.

Beide Sorten sind obergärige Bierspezialitäten, um die mönchische Biertradition fortzuführen: Anders als ein Pils gären sie in einer relativ hohen Umgebungstemperatur von 15 bis 20°Celsius und benötigen keine Kühlung. Die Grundzutaten der Biere sind Wasser, Malz, Hopfen und Hefe und die Herstellung des Bieres ermöglichte die Haltbarmachung dieser, sodass Bier schon im Mittelalter ein beliebtes und nahrhaftes Getränk war. Hildegard von Bingen (1098-1179) empfahl daher auch „Cervisiam bibat – man trinke Bier, denn es hebt den Mut und fördert die Regeneration der Seelenkräfte“.

Der Wanderer (Wit)

Wit: Stammwürze 14,6P, Alkoholgehalt ca. 5-5,5%

Zutaten: Brauwasser, Spiegelgerstenmalz (historisches Gerstenmalz), Weizenmalz, Weizen, Gerstenmalz, Hafer, Hopfen, Bitterorangenschale, Koriandersamen, Hefe, Zitronengras, Kaffirlimettenblätter

Wit kommt ursprünglich aus Belgien und wird mit Weizen, Koriandersamen und Bitterorangenschale gebraut. Als Exot mit Kräutern und Gewürzen, haben wir in den modernen Klostergarten geschaut und dort Zitronengras und Kaffirlimettenblätter gefunden. Klöster haben seit jeher Kräuter und Gewürze angepflanzt, vielfach als Heilmittel. Zitronengras wird traditionell als Heilmittel gegen Bauchschmerzen eingesetzt. Kaffirlimettenblätter haben einen markanten Zitronenduft, der von ätherischen Ölen hervorgerufen wird. Die Blätter sind in der asiatischen Küche weit verbreitet, aber in Europa ein absoluter Exot. Der Einsatz von historischem Braumalz verleiht dem Bier Vollmundigkeit und getreidige Noten.

Der Wächter (Dubbel)

Dubbel: Stammwürze 17,5P, Alkoholgehalt 7,1%

Zutaten: Brauwasser, Gerstenmalz, Weizenmalz, Spiegelgerstenmalz (historisches Gerstenmalz), brauner Rohrzucker, Hopfen, Hefe, Bitterorangenschale, Koriandersamen

Das Dubbel orientiert sich vom Stil her an einem Trappistenbier, welches durch Trappistenmönche gebraut wird. Es entstammt dem Trappistenkloster Westmalle in 1856. Es sollte einen Kontrast zum hellen und eher leichten Trappistenbier aus dieser Zeit bilden. Es ist ein starkes, dunkles Bier mit malzigem Charakter. Im Aroma und Geschmack sind Gewürze, Früchte und Karamell wahrnehmbar. Klöster haben seit jeher Kräuter und Gewürze angepflanzt, vielfach als Heilmittel. Deshalb liegt es auch nahe ein Klosterbier mit Gewürzen zu vollenden. Der Einsatz von historischem Braumalz verleiht dem Bier Vollmundigkeit und getreidige Noten.